
Wenn das Unternehmen schon im Jobinserat den Gehaltswunsch angibt, steht der grobe Rahmen für die Gehaltsverhandlung fest. Der Personaler wird sich natürlich an der unteren Spanne Ihres Gehaltswunsches orientieren. Beliebte Argumente sind auch:
Aber. Verkaufen Sie sich nie zu billig!
Gehen Sie auf solche Argumente am besten nie ein, da Sie nicht prüfen können ob diese Argumente stimmen. Lassen Sie sich nicht in die Defensive drängen. Wenn Ihre Vorstellung und die des Personaler nicht zu weit auseinander liegen, bieten Sie doch eine Probearbeit an. Dort können sie dann beweisen, wie gut Sie sind und das Sie Ihr Geld wert sind.
Denken Sie immer daran, dass der Einstieg mit einem niedrigen Gehaltsniveau sich langfristig auswirkt, da außerplanmäßige Gehaltserhöhungen nicht die Regel sind.
Ein anderer Weg ist es, schon während des Vorstellungsgespräches Ziele zu vereinbaren, bei deren Erreichen Ihre Gehalt automatisch angehoben wird oder Sie in neuen Gehaltsverhandlungen treten können.
Wenn es über das Gehalt gar nicht geht, denken Sie daran, dass es mehr als Bargeld gibt. Bieten Sie Ihrem Verhandlungspartner Alternativen. Sie möchten einen Firmenwagen? Oder eine private Rentenversicherung? Den Besuch von Konferenzen? Fragen Sie danach und nutzen Sie diese nichtmonetären Vorteile.
Was ist bei der Gehaltsverhandlung zu beachten?
1. Sprechen Sie das Thema Gehalt nicht als erster an.
2. Wiederholen Sie den Gehaltswunsch, den Sie in der schriftlichen Bewerbung genannt haben.
3. Nehmen Sie das Gehalt Ihres Jobs davor als Basis. Schwindeln Sie nicht – das fliegt fast immer auf.
4. Behalten Sie Insider-Wissen für sich. Kennen Sie durch Tipps die Gehaltsstrukturen, geben Sie diese Information nicht preis.
5. Überstürzen Sie nichts. Nehmen Sie sich lieber Bedenkzeit. Wenn die Firma an Ihnen interessiert ist, wird Sie das unterstützen.
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Autor: Thomas Wagner | Nachricht vom 04.11.2010