In Deutschland beginnt ein Pilotprojekt mit anonymisierten Stellenbewerbungen. Das hat die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, angekündigt. „Wir haben drei große deutsche Unternehmen aus dem Dax und zwei internationale Konzerne dafür gewinnen können“, sagte Lüders dieser Zeitung in Berlin. Dazu gehörten die Konsumgüterhersteller Procter & Gamble sowie LOréal. Die weiteren Teilnehmer will die neue Stellenleiterin im August der Öffentlichkeit vorstellen.
Mit den anonymisierten Bewerbungen soll eine Benachteiligung besonders von ethnischen Minderheiten oder Älteren verhindert werden. Die Unternehmen verlangen dann ausdrücklich, dass Jobsuchende kein Foto von sich einsenden. Auch sollen sie weder Namen, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort und Familienstand angeben, um Rückschlüsse auf Umstände auszuschließen, die eine Diskriminierung erlaubten.
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Autor: Thomas Wagner | Nachricht vom 04.07.2010