
Hamburg - Die Erholung der deutschen Wirtschaft kommt mehr und mehr bei den rund 40 Millionen Beschäftigten in der Bundesrepublik an. Auch die offiziell rund 3,42 Millionen Jobsucher hierzulande dürften es langsam wieder etwas leichter haben, einen Arbeitsplatz zu finden. Denn vor allem dank des Aufschwungs der deutschen Industrie sind die vorhandenen Arbeitsplätze mittlerweile weniger gefährdet, als noch vor wenigen Monaten gedacht, berichten Marktkenner. Und erste Unternehmen begännen sogar, Frauen und Männern zusätzlich einzustellen.
"Es gibt tatsächlich einen leichten Anstieg in der Anfrage von Industriunternehmen. Doch eher in der Zeitarbeit. Frisch aus der Krise kommend, sind die Unternehmen derzeit noch vorsichtig mit Einstellungen. Aktuell wird sowohl für den industriellen Sektor, als auch im kaufmännischen Bereich gesucht", bestätigt Petra Reinholz, Geschäftsführerin der Adecco Personaldienstleistungen in Düsseldorf.
Schon vor einigen Tagen hatte die Bundesagentur für Arbeit mit der Nachricht überrascht, dass im vergangenen April hierzulande 162.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet waren als im März. Jetzt wird deutlich: Wenn nicht plötzlich die Euro-Krise die Rechnung verhagelt, war die Aprilbilanz alles andere als ein Zufallswert. Denn zumindest deutsche Großkonzerne beginnen, an das Vorkrisengeschäft anzuknüpfen.
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Autor: Thomas Wagner | Nachricht vom 14.05.2010