
In der Gesundheitswirtschaft sind die Chancen für einen Wiedereinstieg in den Beruf besonders gut. Etwa 15 bis 20 Prozent ihrer Arbeitskräfte rekrutieren die Betriebe aus Berufsrückkehrern, hat das Institut Arbeit und Technik (IAT) herausgefunden.
Als hinderlich für deren Mobilisierung betrachten sie bislang noch einen „Karriereknick“, den die Beschäftigten besonders in der Altersgruppe zwischen 25 und 39 Jahren erfahren. Wer nach den meist zwei bis fünf Jahren Pause überhaupt in seinen Beruf zurückkehre, tue in zwei Dritteln der Fälle beim alten Arbeitgeber. Zu diesem halten die Mitarbeiterinnen den Kontakt in der Regel informell oder über geringfügige Beschäftigung aufrecht.
Ein systematisches Personal- und Wiedereinstiegsmanagement mit alltagsnahen oder überbetrieblichen Qualifizierungsangeboten existiere bislang jedoch nicht.
Häufig stünden der Nutzung der vorhandenen Jobpotenziale auch die Unsicherheit der Arbeitgeber gegenüber, wie sich die lokalen Gesundheits- und Pflegesektors entwickeln, so die IAT-Experten. Zudem konkurrierten die möglichen
Tätigkeitsfelder für die meist jüngeren potenziellen Rückkehrerinnen oft mit Beschäftigungsoptionen älterer Pflegekräfte.
In der Gesundheitsbranche waren im vorigen Jahr 4,6 Millionen Menschen beschäftigt, der Anteil sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse stieg seit 2000 um 13 Prozent.
Weitere Informationen unter www.iat.eu
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Autor: Thomas Wagner | Nachricht vom 06.05.2010